Archives

Geisteswissenschaften in der Defensive? Neue Perspektiven und Herausforderungen -Ein Interview mit Eva Schlotheuber

Liebe Frau Schlotheuber, im September 2016 auf dem Historikertag in Hamburg wurden Sie zur Vorsitzenden des VHD gewählt. Was ging Ihnen damals durch den Kopf? Auf der Mitgliederversammlung ging es vor meiner Wahl ja recht turbulent zu, sodass ich dachte, hm – das wird sicher spannend! Was hat Sie in der ersten Hälfte Ihrer Amtszeit …

Gesellschaft braucht Geschichte: Perspektiven aus dem Studium

Foto von Io Josefine Geib, Gedenktafel vor Goethe-Universität

Ein Artikel von Io Josefine Geib Ich studiere Geschichte mit Begeisterung. Denn die Auseinandersetzung mit Geschichte bedeutet genau das Gegenteil von Stillstand: Bewegung. Geschichtswissenschaft zu betreiben bedeutet für mich, immer wieder neue Fragen an das Vergangene zu stellen. Geschichte verläuft nicht linear, Geschichte ist voller Bewegung und unser Blick auf das, was Geschichte ist, ändert …

War die Zukunft früher besser? Akademische und außerakademische Berufsperspektiven in den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften

Stephan Lessenich eröffnet die Tagung "Berufsperspektiven in den Geisteswissenschaften"

Im Februar 2017 haben die Fachverbände Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE), Deutsche Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (DGPuK), Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS), Deutsche Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW) und Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD) in Kooperation mit der Schader-Stiftung erstmalig eine gemeinsame wissenschaftspolitische Konferenz zum Thema »Berufsperspektiven in den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften« veranstaltet. …

Universitäre Organisationsstruktur und wissenschaftliche Berufsperspektiven

Autor: Jens Borchert Zehn Thesen wider die allzu einfachen Lösungen1 1 (Fast) Niemand will eine Departmentstruktur um ihrer selbst willen errichten. Nach einer langen Phase des Schweigens in eigener Sache gibt es gegenwärtig eine rege Diskussion in den Geistes- und Sozialwissenschaften. In dieser Debatte sind zwei wichtige Fragen – jene nach der angemessenen Organisationsstruktur der …

Bratislava Declaration of Young Researchers

Erfolgreicher Startschuss der Bratislava Declaration of Young Researchers – das erste Brainstor-ming-Treffen in Brüssel am 18. März 2016, v. r. n. l.: Miguel Jorge, Bruno González Zorn, Charikleia Tzanakou, Emília Petríková, Lynn Kamerlin, Autor/-innen der BDYR, und Andrej Kurucz sowie Daniel Straka der slowakischen EU-Ratspräsidentschaft.

Foto: Erfolgreicher Startschuss der Bratislava-Deklaration junger Forscher/-innen – das erste Brainstorming-Treffen in Brüssel am 18. März 2016, v. r. n. l.: Miguel Jorge, Bruno González Zorn, Charikleia Tzanakou, Emília Petríková, Lynn Kamerlin, Autor/-innen der BDYR, und Andrej Kurucz sowie Daniel Straka der slowakischen EU-Ratspräsidentschaft. AutorInnen: Shane Bergin, Sarah Glück, Miguel Jorge, Ciara Judge, Lynn Kamerlin, …

Der Historikertag 2016 in Hamburg

Bebilderung Historikertag Hamburg, Fotograf Olaf Pascheit

Ein Interview mit Martin Schulze Wessel Herr Schulze Wessel, der 51. Deutsche Historikertag steht vor der Tür, und erstmals wird es ein Partnerland außerhalb Europas und Nordamerikas geben. Was gab den Ausschlag, Indien als Partnerland zu wählen? Es gibt eine lange Tradition der wissenschaftlichen Beschäftigung mit Indien in Deutschland, ich erwähne nur den bedeutenden Religionswissenschaftler …

Einführung. Wissenschaftlicher Nachwuchs: Unwucht im System korrigieren

Martin Schulze Wessel Die Lage an den deutschen Hochschulen ist, auch in den Geisteswissenschaften, in vielerlei Hinsicht gut: Der Spezialisierungsgrad der Forschung ist hoch, Forschungsmittel stehen durch die nationalen und europäischen Förderinstitutionen in beträchtlichem Maße zur Verfügung, und man kann an fast allen deutschen Universitäten wieder gebührenfrei studieren. Im Vergleich mit vielen anderen europäischen Ländern …

Der Nachwuchs aus Sicht der Zeitgeschichte. Ein Interview mit Thomas Etzemüller

Wann haben sich für Sie die Weichen gestellt, einen wissenschaftlichen Berufsweg einzuschlagen? Nach der Promotion wusste ich nicht, ob ich tatsächlich im Wissenschaftsbetrieb bleiben will. Um Zeit zu gewinnen, hatte ich erfolgreich ein DFG-Projekt beantragt und anschließend eine Stelle an einem SFB bekommen. Erst als ich 2003 zum Juniorprofessor berufen worden bin, war mir klar, …

Der Nachwuchs aus Sicht der Mittelalterlichen Geschichte. Ein Interview mit Andreas Ranft

Lieber Herr Ranft, bitte geben Sie uns einen kurzen Einblick in den Beginn Ihrer akademischen Karriere. Welche Schwerpunkte haben Sie in Ihrem Studium gesetzt? Mein Studium war nicht mit einem bestimmten Berufsziel verbunden geschweige denn mit der Idee, Professor zu werden. Ich wollte mich bilden und fühlte mich an der Universität vom Curriculumszwang der Schule …

Auf Eisschollen. Die akademische Laufbahn in Zeiten diversifizierter Qualifikationswege

Fabian Krämer Dass es Mut erfordert, sich für eine akademische Laufbahn zu entscheiden, ist nicht neu. Ungewöhnlich ist hingegen die Intensität, mit der die Situation des »wissenschaftlichen Nachwuchses« in Deutschland derzeit innerhalb wie außerhalb des akademischen Betriebs diskutiert wird.1 Diese Chance sollte von Seiten der Geschichtswissenschaft genutzt werden; denn der Weg hin zur Professur ist …