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Wohin entwickelt sich unser Wissenschaftssystem und was ist die Rolle der Geschichtswissenschaft?

Von Susanne Rau | Die Diagnose, die dem Positionspapier von Eva Schlotheuber zu entnehmen ist, lautet, dass das Wissenschaftssystem sich in einem permanenten Kreislauf von Reformen und Reförmchen befindet.1 Die Zustands-beschreibung könnte auch lauten: Wir sind alle »außer Atem«, da wir – nicht beabsichtigt, aber als Mitglieder des Systems – Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines Wettlaufs nach »je mehr, desto besser« sind – mehr Studierende, mehr Drittmittel, mehr Publikationen.

Wie nachhaltig ist die Exzellenzinitiative für die Geisteswissenschaften?

Autorin: Vernessa Oberhansl Eine Podiumsdiskussion mit Birgitta Wolff, Tilman Reitz, Ulrich Schüller, Martin Schulze Wessel, Peter Strohschneider, moderiert von Jan-Martin Wiarda Der Bund setzt die Förderung der Spitzenforschung fort, auf die Exzellenzinitiative folgt die Exzellenzstrategie. Der neue Name ist nicht die einzige Veränderung. Umfasste das Förderprogramm mit Graduiertenschulen, Exzellenzclustern und Zukunftskonzepten der Universitäten zuvor drei große Förderlinien, wurden die Graduiertenschulen gestrichen. Die Exzellenzstrategie hat zwei Förderlinien: Exzellenzcluster und Exzellenzuniversitäten. Die Entscheidung trifft nicht auf ungeteilte Zustimmung. Ob die Veränderungen den Geisteswissenschaften nützen oder schaden und …