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Editorial: LIEBE MITGLIEDER DES VERBANDES,

von Eva Schlotheuber   die aktuellen Entwicklungen machen uns mehr als deutlich, wie wichtig historisches Wissen und die Fähigkeit ist, sich in der Geschichte zu orientieren. Umso problematischer ist es, dass das Wissen um die historischen Zusammenhänge in der Vormoderne und der Moderne im Schulunterricht immer weiter in den Hintergrund rückt. Gleichzeitig haben einige Bundesländer …

EU-Forschungsförderung und Geisteswissenschaften

Ein Interview mit Eva-Maria Silies, Freie Universität Berlin Frau Silies, Sie leiten das Team Forschungsförderung und -information der Freien Universität Berlin. Zuvor waren Sie in diesem Team dafür zuständig, die geisteswissenschaftlichen Fachbereiche der FU bei der Einwerbung von EU-Fördermitteln zu beraten. Welche Fördermöglichkeiten kommen in diesem Bereich für Geisteswissenschaftlerinnen und Geisteswissenschaftler in Betracht? Geisteswissenschaftlerinnen und …

Marrying Cultures – ein von der EU gefördertes Forschungsprojekt zur Frühen Neuzeit (HERA)

Ein Interview mit Jill Bepler, Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel Im Rahmen des von EU-Partnern geförderten Programms HERA – Humanities in the European Research Area »Cultural Encounters« werden insgesamt 18 Vorhaben finanziert, darunter eins mit Wolfenbütteler Beteiligung. Frau Bepler, bitte skizzieren Sie uns den Weg von der ersten Idee zur Förderung. Unser Projekt »Marrying Cultures« lief …

Wie nachhaltig ist die Exzellenzinitiative für die Geisteswissenschaften?

Autorin: Vernessa Oberhansl Eine Podiumsdiskussion mit Birgitta Wolff, Tilman Reitz, Ulrich Schüller, Martin Schulze Wessel, Peter Strohschneider, moderiert von Jan-Martin Wiarda Der Bund setzt die Förderung der Spitzenforschung fort, auf die Exzellenzinitiative folgt die Exzellenzstrategie. Der neue Name ist nicht die einzige Veränderung. Umfasste das Förderprogramm mit Graduiertenschulen, Exzellenzclustern und Zukunftskonzepten der Universitäten zuvor drei …

Bratislava Declaration of Young Researchers

Erfolgreicher Startschuss der Bratislava Declaration of Young Researchers – das erste Brainstor-ming-Treffen in Brüssel am 18. März 2016, v. r. n. l.: Miguel Jorge, Bruno González Zorn, Charikleia Tzanakou, Emília Petríková, Lynn Kamerlin, Autor/-innen der BDYR, und Andrej Kurucz sowie Daniel Straka der slowakischen EU-Ratspräsidentschaft.

Foto: Erfolgreicher Startschuss der Bratislava-Deklaration junger Forscher/-innen – das erste Brainstorming-Treffen in Brüssel am 18. März 2016, v. r. n. l.: Miguel Jorge, Bruno González Zorn, Charikleia Tzanakou, Emília Petríková, Lynn Kamerlin, Autor/-innen der BDYR, und Andrej Kurucz sowie Daniel Straka der slowakischen EU-Ratspräsidentschaft. AutorInnen: Shane Bergin, Sarah Glück, Miguel Jorge, Ciara Judge, Lynn Kamerlin, …

Akademische Fluchthilfe aus Deutschland: neue Perspektiven

Gründerinnen der IFUW (International Federation of University Women)und Teilnehmerinnen an deren 2. internationalen Versammlung; Fluchthilfe für Akademikerinnen

Christine von Oertzen Die akademische Zwangsemigration nach 1933 wird überwiegend als Geschichte der Emigration männlicher Wissenschaftler und männlicher Netzwerke der Exzellenz erzählt. Frauen hingegen gerieten lange hauptsächlich als Ehefrauen gesuchter Spitzenforscher in den Blick, als diejenigen, welche die praktischen Herausforderungen von Flucht und Neuanfang zu meistern hatten. Als Forschende und Lehrende hingegen galten weibliche Akademiker …

Einführung. Wissenschaftlicher Nachwuchs: Unwucht im System korrigieren

Martin Schulze Wessel Die Lage an den deutschen Hochschulen ist, auch in den Geisteswissenschaften, in vielerlei Hinsicht gut: Der Spezialisierungsgrad der Forschung ist hoch, Forschungsmittel stehen durch die nationalen und europäischen Förderinstitutionen in beträchtlichem Maße zur Verfügung, und man kann an fast allen deutschen Universitäten wieder gebührenfrei studieren. Im Vergleich mit vielen anderen europäischen Ländern …

Dem Zufall ein Schnippchen schlagen

Stephan Lessenich »Das akademische Leben ist also ein wilder Hazard«, wusste schon Max Weber in Wissenschaft als Beruf zu berichten: »Wenn junge Gelehrte um Rat fragen kommen wegen ihrer Habilitation, so ist die Verantwortung des Zuredens fast nicht zu tragen.« Dass Weber hier mal wieder eine scheinbar zeitlos gültige Wahrheit des sozialen Lebens an- und …

Welche Alternativen für den wissenschaftlichen Nachwuchs?

Ulrich Herbert Niemand soll glauben, dass die Standards der universitären Lehre in unserem wie in anderen Fächern die gewaltige Expansion der Universitäten seit der hochschulpolitischen Wende der frühen 2000er Jahre unbeschadet überstehen könnten. Die Politik der KMK und noch mehr die mancher Wissenschaftsministerien legt es geradezu darauf an, die Standards so sehr nach unten anzupassen, …