Simone Lässig

Aktuelle Fluchtbewegungen und ihre medialen Repräsentationen vermitteln vielen Zeitgenossen den Eindruck, in einer außergewöhnlichen Zeit zu leben. Historiker werden diese Wahrnehmung einerseits als korrekt einstufen, denn die Singularität historischen Geschehens ist unbestritten. Alle Versuche, unmittelbar über Geschichte politische Handlungsfähigkeit herzustellen, dürften als gescheitert gelten. Andererseits sind Menschen, die aus ihren Herkunftsländern fliehen und Zuflucht, vielfach auch neue Lebenschancen in sicheren Regionen suchen, ebenso wenig ein auf die Gegenwart beschränktes Phänomen wie die Herausforderungen, mit denen sich jene Länder konfrontiert sehen, auf die Flüchtende ihre Hoffnungen projizieren.

Insofern kann eine Geschichtswissenschaft, die Wissen über ähnliche historische Konstellationen vermittelt, zeitgenössische Handlungsräume kritisch analysiert und so ein wissenschaftlich fundiertes Bewusstsein für Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen zeitlich weit auseinander liegenden Ereignissen schafft, ein historisches Reflexionswissen bereitstellen, das für die Bewältigung aktueller Herausforderungen nutzbar ist – und umgekehrt: Probleme der Gegenwart schärfen den Blick für historische Problemlagen und sind oft Inspiration für neue Fragen an bekannte Phänomene. Dies gilt auch für die Unterstützung solcher Akademikerinnen und Akademiker, die im nationalsozialistischen Deutschland bzw. in Europa zunächst ihrer Arbeitsgrundlagen beraubt, diskriminiert und verfolgt wurden, später auch um ihr Leben fürchten mussten.

Die akademische Fluchthilfe in der Forschung

Nach Erlass des »Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums« im April 1933 entwickelte sich die akademische Zwangsmigration, wie man sie seit Jahrzehnten kannte, binnen kurzem zu einem Massenphänomen und damit zu einer gänzlich neuartigen Herausforderung – sowohl für die betroffenen Wissenschaftler selbst wie auch für die Gesellschaften, in denen diese Exil oder eine Zukunft, in jedem Falle aber wissenschaftliche Arbeitsmöglichkeiten suchten.

Was aus dem Erfahrungshorizont der Gegenwart besonders erklärungsbedürftig zu sein scheint, ist die Schnelligkeit und Effizienz, mit der verschiedene Akteure ab 1933 auf diese kaum planbare Herausforderung reagiert und mit der sie sich arbeitsteilig organisiert haben.1 So vermittelte das in London gegründete Academic Assistance Council (AAC)2 Akademiker innerhalb Großbritanniens und in Länder des Commonwealth, und das von New York aus agierende Emergency Committee in Aid of Displaiced German Scholars (EC) empfahl Wissenschaftler an nord- und südamerikanische Universitäten. Neben zahlreichen transnational organisierten Fach- und Interessenverbänden bildete sich mit der Notgemeinschaft deutscher Wissenschaftler im Ausland eine Selbsthilfeorganisation, die ab Mai 1933 von Zürich, ab Januar 1936 von London aus Stellen vor allem in Palästina und der Türkei vermittelte.

Der größte Teil der geflohenen Akademiker aber ging direkt oder über Zwischenstationen in die USA, die dementsprechend einen Schwerpunkt der in den 1980er Jahren aufblühenden Emigrations- und Exilforschung bildeten.3 In ihrem Fokus standen zunächst die Geflohenen mit gebrochenen Biografien und wissenschaftlichen Karrieren.4 Dem folgte ein wissenschaftsgeschichtliches Interesse an brain drain und gain in einzelnen Fachdisziplinen sowie am Verhältnis von erzwungener Migration und Innovationsfähigkeit: Dabei wurde deutlich, dass Emigranten, so sie in den USA wissenschaftlich Fuß zu fassen vermochten, selten gänzlich neue Forschungsweichen gestellt, aber in vielen Feldern sich bereits abzeichnende Entwicklungen erheblich beschleunigt haben.5

Das wachsende Interesse an wissenschaftlichen Netzwerken sowie einem inter- und transnationalen Humanitarismus seit Beginn der 2000er Jahre hat den Fokus der Forschung erneut verschoben und den Boden für neue Perspektiven bereitet: War das Erkenntnisinteresse bisher eher auf die ambivalenten Integrationserfahrungen akademischer Flüchtlinge und die spezifischen Herausforderungen in den jeweiligen Fachdisziplinen gerichtet, so scheint es nun an der Zeit, die Linse auch für die Ambivalenzen akademischer Flüchtlingshilfe zu schärfen – für ihre Formen und Träger, Motive und Argumentationsmuster, Strukturen und Folgen. Zu fragen ist, wie und warum trotz erheblicher Hemmnisse und Abwehrbewegungen mittelfristig mindestens der Hälfte aller bis 1945 geflohenen Akademiker eine Tätigkeit in wissenschaftsnahen Kontexten oder eine Weiterführung ihrer beruflichen Karriere, in Einzelfällen sogar ein Karriereschub möglich war.6 An dieser Stelle kann dies nur mit groben Strichen und unter Vernachlässigung sowohl der von Emigranten selbst erbrachten Integrationsleistungen7 als auch des Faktors Zeit, also der sich zwischen 1933 und 1945 wandelnden Rahmenbedingungen erfolgen.

Wer half wem womit?

Zwischen 1933 und 1941, in Einzelfällen bis 1945 vermochten etwa 2.000 in Deutschland entlassene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, von denen etwa zwei Drittel Juden waren, ins Ausland zu emigrieren. Zum Teil profitierten sie von speziell für Akademiker geltenden Visaerleichterungen, doch verband sich damit nicht zwangsläufig ein Interesse der Universitäten im Ankunftsland. In der amerikanischen Gesellschaft, wie auch in Regierungsbehörden und an Universitäten waren Vorbehalte und Misstrauen gegenüber fremden, insbesondere linken und /oder jüdischen »Elementen«, die die Mehrheit der geflohenen Akademiker stellten, weit verbreitet. Die meisten großen Universitäten blieben zurückhaltend oder nur an bereits prominenten, eher konservativen Fachvertretern interessiert. Die Forschung hat konkurrierende Notlagen im Zuge der wissenschaftlichen Emigration wenig oder nur im Kontext fremdenfeindlicher Dispositionen berücksichtigt und eher moralisch als historisch bewertet. Dabei blieb die Arbeitslosigkeit im Gefolge der großen Depression hoch, weshalb sich viele amerikanische Wissenschaftler um ihre akademische Karriere sorgten und die Europäer als Konkurrenten, oft auch als politisch zweifelhafte Elemente wahrnahmen.

Umso interessanter ist die Frage, wer trotzdem geholfen hat. Akteure der Fluchthilfe waren erstens einzelne Wissenschaftler und Wissenschaftsmanager, die couragiert und insofern weitblickend auf die neue Lage reagierten, als sie auch in noch nicht etablierten Forschern, die in alternativen, innovationsfähigen wissenschaftlichen Milieus gearbeitet hatten, ein nützliches akademisches Kapital bzw. Potenzial erblickten. Zu ihnen gehörten Persönlichkeiten wie Alvin Johnson, der mit der University in Exile in New York besondere Akzente setzte;8 William Beveridge, der Präsident der London School of Economics (LSE); Steven Duggan, der Präsident des Institute of International Education (IIE) oder Philipp Schwartz, der unmittelbar nach seiner Entlassung aus dem Dienst der Frankfurter Universität in Zürich die Notgemeinschaft deutscher Wissenschaftler im Ausland (NdW) gegründet hat.

Hilfs- und Selbsthilfeorganisationen wie diese bildeten die zweite strukturelle Säule der Fluchthilfe. Neben den großen Organisationen (AAC, EC) wurden kleinere Hilfs- und Selbsthilfeorganisationen für einzelne Fachdisziplinen und transnationale Netzwerke wie die International Federation of University Women9 in der Vermittlung von Einreisepapieren, Stipendien oder Anstellungen aktiv. Dabei stützten sie sich auf das Engagement einzelner Wissenschaftler, Fachgemeinschaften und Mäzene, aber auch auf Stiftungen wie die Carnegie-Stiftung, den Oberlaender Trust oder den Rosenwald Family Fund, die die dritte Säule der Fluchthilfe bildeten. Besondere Bedeutung erlangte die Rockefeller Foundation. Sie legte drei Förderprogramme auf und hat mit knapp 1,5 Millionen US-Dollar (heute ca. 25 Mio. Dollar) 295 Personen, etwa ein Siebtel aller aus Europa vertriebenen Wissenschaftler, gerettet bzw. in akademische Stellungen gebracht.10

Dabei verfolgten nahezu alle diese Akteure einen ebenso pragmatischen und selektiven wie kontextsensiblen und effizienten Ansatz: Zunächst wurden Forschungspotenziale in Europa analysiert und solche Wissenschaftler aktiv angeworben, die einen spezifischen Nutzen versprachen. Darauf aufbauend richteten sie akademische Informationsdienste zur Vermittlung emigrierter oder emigrationsbereiter Wissenschaftler ein,11 halfen in bestimmten Fällen bei der Beschaffung von Einreisepapieren, gewährten Stipendien oder befristete Unterhaltsbeihilfen und vermittelten soziale Kontakte zu einheimischen Kollegen. Die großen Stiftungen übernahmen für eine gewisse Zeit Gehälter für Wissenschaftler, denen Universitäten zusätzlich zu ihren Stellenkontingenten eine Anstellung gaben.12 So hofften sie, konkurrierende Notlagen auf dem akademischen Arbeitsmarkt einzuhegen.

Fördernde Faktoren

Zu den Faktoren, die die Aufnahme geflohener Akademiker in wissenschaftliche oder wissenschaftsnahe Felder begünstigen konnten, gehörte der Respekt, den die einheimischen Eliten den Leistungen deutscher Wissenschaft prinzipiell entgegenbrachten. Hinzu kam, dass in den USA trotz starkem Nativismus die Tradition als Nation von Immigranten fortlebte und die Emigranten hier auf eine akademische Kultur trafen, die sich von der eigenen nicht fundamental unterschied, deren Sprache sie ansatzweise kannten und die relativ offen für Neues war.

Ganz besonders förderlich aber waren bereits etablierte Strukturen, Erfahrungen und Kommunikationswege transnationalen Wissenschaftstransfers, daraus erwachsene Netzwerke bzw. persönliche Bekanntschaften und schließlich – nicht selten daran anknüpfend – die begründete Erwartung eines konkreten Nutzens in den für die Akteure der Flüchtlingshilfe wichtigen Feldern. In späteren Jahren waren dies zunehmend Politik, Geheimdienst und Kriegspropaganda, Wirtschaft und Rüstungsproduktion, in der ersten Phase vor allem die Stärkung junger Forschungsfelder und Institutionen. Alvin Johnson etwa kannte die meisten der Wissenschaftler, die er an die New School holen wollte, sehr gut. Seine 1933 etablierte University in Exile war im Grunde ein Ergebnis transnationaler Wissenschaftskommunikation aus der Zwischenkriegszeit.

Und auch die Rockefeller Foundation war deshalb so rasch aktionsfähig, weil sie schon viele Jahre als transatlantischer »Wissenschaftsbroker« agiert hatte: So hatten vor 1933 56 Deutsche ein Zweijahresstipendium für die USA erhalten, und 830.000 US-Dollar (heute ca. 13 Mio. Dollar) gingen an deutsche, bevorzugt demokratisch-republikanische Forschungseinrichtungen, wo viele politisch links stehende bzw. jüdische Wissenschaftler tätig gewesen waren.13 Die Rockefeller-Vertreter kannten mithin viele der nun Hilfe Suchenden seit langem und wussten um deren Potenziale. Und umgekehrt hatten viele der Forscher, die aus politischen Gründen oder / und infolge der nationalsozialistischen Rassegesetze ihre Anstellungen verloren, schon mit amerikanischen Kollegen gearbeitet und deren Wissenschaftssystem so weit kennengelernt, dass sie sich darin zurechtfinden oder ihm sogar Impulse geben konnten. Da die Rockefeller Foundation 1933 viele ihrer bisherigen Finanzierungen für deutsche Forschungseinrichtungen stoppte, verfügte sie über nennenswerte Mittel, mit denen sie umgehend und unbürokratisch befristete Stellen und Stipendien an amerikanischen Universitäten schaffen konnte.

Argumentationsmuster

Der öffentliche Diskurs über die Notwendigkeit, Akademikern aus Europa sowohl bei der Einreise als auch bei der Wiederaufnahme ihrer Forschungen aktiv zu helfen, wurde vor allem von Professionalisierungs- und Nützlichkeitserwägungen beherrscht. Wissenschaftspolitische Interessen reichten von brain gain im Kontext internationaler wissenschaftlicher Konkurrenz über die Stärkung der eigenen Institution durch Gewinnung vielversprechender Talente aus Europa bis hin zum agenda setting für noch junge oder antizipierte Forschungsfelder und damit die Stärkung der je eigenen Positionen als Wissenschaftsmanager.

Daneben gab es vitale, allerdings nicht so offen kommunizierte politische Anliegen wie die Stärkung des liberalen Flügels und der New-Deal-Strategie (was freilich das Misstrauen gegenüber Emigranten auf der anderen Seite des politischen Spektrums befeuerte) und ökonomische, militärische oder geheimdienstliche Interessen, die – auch wegen der in den USA raren Regionalexpertise zu Europa – auf emigrierte Akademiker projiziert wurden. Nicht wenige Emigranten fungierten als wissenschaftliche Berater – sei es in der Kriegspropaganda, im OSS, dem Vorläufer der CIA, im Militär oder bei Planungen für die Zeit nach Kriegsende.

Von humanitären Argumenten blieben die Debatten weitgehend unberührt.14 Selbst Befürworter akademischer Fluchthilfe bedienten sich ihrer selten und wenn, dann eher als Abgrenzungsfolie. So betonte die Rockefeller Foundation noch 1940, als die Existenzbedrohung in Europa nicht mehr zu übersehen war, dass es ihr allein darum gehe »… to save a small part of what it considers to be the most productive and potentially useful section of the population«.15

Humanitäre Hilfe konkurrierte also einerseits oft mit institutionellen, disziplinspezifischen oder professionellen Interessen. Andererseits dürfte die nicht nur von der Rockefeller Foundation vertretene policy of excellence, nach der nicht Individuen, sondern für die USA attraktive wissenschaftliche Potenziale gesichert werden sollten, mehr Akzeptanz für Emigranten und damit auch Karrierechancen geschaffen haben. Trotz angespannten Arbeitsmarkts und starker ideologisch-politischer, aber auch nativistisch und antisemitisch motivierter Vorbehalte hatte bei Kriegsende die große Mehrheit der emigrierten Wissenschaftler eine – nicht selten dauerhafte – Anstellung gefunden. Die Erwartung bzw. das gesellschaftliche Versprechen, von Emigranten politisch, persönlich oder wissenschaftlich profitieren zu können, hat also mittelfristig integrativ gewirkt und nicht wenige Akademikerleben gerettet. Insofern, so lässt sich zuspitzen, waren die vielfach utilitaristisch legitimierten, primär auf wissenschaftliche Exzellenz ausgerichteten Strategien letztlich effektiv und im Resultat humanitär.

1   Die umfangeiche Literatur kann in diesem notgedrungen kurzen Text nicht referiert werden. Für einen ersten Überblick: Shula Marks, Paul Weindling and Laura Wintour (Eds.), In Defence of Learning. The Plight, Persecution, and Placement of Academic Refugees 1933 – 1980, Oxford 2011.

2   Ab 1936: Society for the Protection of Science and Learning.

3   Claus-Dieter Krohn, Exilforschung, version 1.0, in: Docupedia Zeitgeschichte, 20.12.2012, http://docupedia.de/zg/, zuletzt abgerufen am 29.3.2016.

4   Vgl. Hartmut Lehmann and James J. Sheehan (Eds.), An Interrupted Past. German-Speaking Refugee Historians in the United States after 1933, Cambridge 1991.

5   Mitchell G. Ash and Alfons Söllner (Eds.), Forced Migration and Scientific Change. German-Speaking Scientists and Scholars after 1933, Cambridge 1995.

6   Walter Adams, The Refugee Scholars of the 1930s, in: The Political Quarterly, 1968, S. 7 – 14, hier S. 10.

7   Vgl. Catherine Epstein, A Past Renewed. A Catalog of German-Speaking Refugee Historians in the United States after 1933, Cambridge 1993; Andreas W. Daum, Hartmut Lehmann and James J. Sheehan (Eds.), The Second Generation Émigrés from Nazi Germany as Historians, New York 2015.

8   Vgl. hierzu den Beitrag von Claus-Dieter Krohn in diesem Heft sowie seine grundlegende Arbeit: Wissenschaft im Exil. Deutsche Sozial- und Wirtschaftswissenschaftler in den USA und die New School for Social Research, Frankfurt a. M./New York 1987.

9   Christine von Oertzen, Strategie Verständigung. Zur transnationalen Vernetzung von Akademikerinnen, Göttingen 2012.

10 Vgl. Giuliana Gemelii (Ed.), The »Unacceptables«. American Foundations and Refugee Scholars between the Two Wars and after, Brussels 2000.

11 Initiiert von Notgemeinschaft und AAC; finanziert von der Rockefeller Foundation, wurden bis 1936 mehr als 1.600 Personen in dieser Datenbank registriert; bis 1945 waren es 2.541.

12 Ausführlich hierzu siehe die Artikel von Claus-Dieter Krohn und Christine von Oertzen in diesem Journal.

13 Helke Rausch, US-amerikanische »Scientific Philanthropy« in Frankreich, Deutschland und Großbritannien zwischen den Weltkriegen, in: Geschichte und Gesellschaft, H. 1, 2007, S. 73 – 98.

14 Isabella Löhr, Solidarity and the Academic Community: The Support Networks for Refugee Scholars in the 1930s, in: Journal of Modern European History, H. 2, 2014, S. 231 – 245.

15 RBF Memorandum on Refugee Scholars (1941), zitiert nach: Tibor Frank, Double Exile: Migrations of Jewish-Hungarian Professionals through Germany to the United States, 1919 – 1945, New York 2009, S. 330.

Bild oben: Der Wirtschaftswissenschaftler Alvin Johnson etablierte 1933 innerhalb der New School for Social Research in New York die University in Exile.

 

Porträt Simone Lässig
Fotograf: Chester Simpson

Simone Lässig wurde 2004 an der TU Dresden habilitiert. 2006 erhielt sie einen  Ruf  an die TU Braunschweig, wo sie seit 2006 eine Professur für Neuere und Neueste Geschichte innehat und neun Jahre lang das Georg-Eckert-Institut – Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung leitete. Seit Oktober 2015 ist sie Direktorin des Deutschen Historischen Instituts in Washington, D.C.