Carola Dietze

Kann die historische Exilforschung einen Beitrag zur gegenwärtigen »Flüchtlingskrise« leisten? Es war diese Frage, die zu dem Symposium »Wissen auf der Flucht« Anlass gab.1 Die Grundidee ist einfach: Die historische Forschung hat umfangreiches Wissen zur Geschichte der akademischen Emigration und Remigration nach 1933 hervorgebracht. So verfügen wir über detaillierte Kenntnisse bezüglich der Erfahrungen von Individuen und Gruppen – darunter viele Akademiker und Wissenschaftler – , die es nach Istanbul, Amsterdam und Paris, nach Manchester, New York, São Paulo oder Schanghai verschlug. Auch über die zahlenmäßig sehr viel geringere Rückkehr von Emigranten in die Bundesrepublik oder die DDR nach dem Zweiten Weltkrieg liegen mannigfaltige Forschungsergebnisse vor.2

Angesichts der gegenwärtigen Situation stellt sich nun die Frage, ob dieses historische Wissen lediglich eine – mit Nietzsche gesprochen – »kritische« und »antiquarische Historie« ist oder ob dieses Wissen eine »monumentalische Historie« im besten Sinne sein kann, also keine Geschichte der »mythischen Fiktion«, sondern eine Geschichte, die »dem Lebendigen […] als dem Thätigen und Strebenden« gehört, sprich: Vorbilder bereithält und in der Gegenwart zum Handeln ermutigt.3

Ein solches Unternehmen ist kein wissenschaftliches, sondern ein wissenschaftspolitisches Projekt. Denn die Erforschung der Geschichte des Exils ist aus dieser Perspektive kein Selbstzweck, sondern regt zum Nachdenken an, etwa über die Chancen und Herausforderungen, die Migration und Integration für alle Beteiligten mit sich bringen, oder über das eigene Verhalten gegenüber Akademikern und Wissenschaftlern, die in den letzten Jahren vor dem Bürgerkrieg in Syrien nach Europa und Nordamerika geflohen sind, sowie jenen, die bereits seit dem Ende der Grünen Revolution im Iran und dann nach dem Ende des Arabischen Frühlings (also etwa seit 2009 bzw. 2012) flüchten mussten.

Zudem kann das Wissen über die akademische Emigration nach 1933 Programme inspirieren, die geflohenen Akademikern helfen, wieder in der Wissenschaft Fuß zu fassen und das Potenzial sowie mögliche Grenzen solcher Programme aufzeigen. Dabei lässt sich ganz konkret aus der Geschichte lernen: Welche wissenschaftspolitischen Programme haben nach 1933 in den Aufnahmeländern gut funktioniert und welche nicht? Was waren für die aus Deutschland geflohenen Akademiker die größten Hindernisse für eine Wiederaufnahme ihrer Tätigkeit? Welche gewünschten und unerwünschten Effekte und Langzeitfolgen hatten bestimmte Strukturen und Programme? Dabei gilt hier wie bei anderen Vergleichen in der Geschichtswissenschaft: Vergleichen heißt nicht Gleichsetzen. Schon Nietzsche wusste: »wie fliessend und schwebend, wie ungenau wäre jene Vergleichung!«4

Lässt man sich auf das Denkexperiment ein, die Exilforschung für das Leben zu nutzen, findet man in dieser Forschung mindestens drei Argumente für wissenschaftspolitische Maßnahmen zur Unterstützung von geflohenen Wissenschaftlern und Akademikern heute. Eine Grundprämisse der Exilforschung ist, dass es eine ethisch-moralische Verpflichtung gegeben habe, akademischen Emigranten zu helfen, die in den Jahren nach 1933 Deutschland verließen (und später auch Österreich und andere Staaten, die zu den Achsenmächten gehörten oder von ihnen erobert wurden). Insofern könnte es hilfreich sein, sich daran zu erinnern, dass vor nur 80 Jahren Tausende von deutschen Akademikern und Akademikerinnen, die aus religiösen und /oder politischen Gründen ihre Lehrbefugnis und ihre Stellen verloren hatten, Hilfe erhielten – vor allem in den USA, in Großbritannien und in der Türkei, aber auch in vielen anderen Ländern überall auf der Welt.5 Die gegenwärtigen Fluchtbewegungen nach Deutschland und Europa bergen die historische Chance, sich zu revanchieren, indem die hiesigen Hochschulen und Stiftungen Akademikern aus anderen Ländern helfen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden wie europäische Wissenschaftler vor 80 Jahren.

Neben diesem – damals wie heute umstrittenen – ethisch-moralischen Argument gibt es zweitens akademische Argumente: Die Wissenschaftsgeschichte zur akademischen Emigration hat wiederholt gezeigt, dass gemeinsame Forschungsprojekte zwischen geflohenen Akademikern und Einheimischen ein besonders hohes Innovationspotenzial bargen und dass manche Fächer in den Aufnahmeländern durch Emigranten nachhaltig gestärkt oder gar erst begründet wurden. Dies galt für ganz unterschiedliche Disziplinen, von den Sozialwissenschaften über die historischen Fächer bis hin zu Molekularbiologie, Atomforschung und Informatik.6

Gibt es nicht auch heute ähnliche Chancen? Zu denken ist an gemeinsame Projekte im Bereich der Islamischen Theologie, um historische Perspektiven zu stärken. Gefragt sind sicher die technischen Fächer, die im arabischen Raum einen hohen Ruf genießen. Zu denken ist aber auch an eine Erweiterung der archäologischen und historischen Institute um Experten für Nordafrika und den Nahen und Mittleren Osten sowie an den Ausbau der sogenannten Orchideenfächer, die sich bisher überwiegend den Sprachen, der Literatur und der Landeskunde dieser Regionen widmen. Im politischen Prozess zeichnet sich ab, dass die Expertise dieser Fächer in Europa auf absehbare Zeit gebraucht, ja vielleicht sogar zu einem entscheidenden Wirtschaftsfaktor werden wird; nicht weniger wichtig ist, dass geflohene Wissenschaftler und Akademiker von Europa aus in ihren Heimatländern Impulse setzen könnten.

Die Exilforschung hat überdies darauf hingewiesen, dass vielen Produkten der wissenschaftlichen Selbstreflexion von Emigranten eine herausragende Erklärungskraft innewohnte. Dabei war die Verarbeitung der persönlichen Erfahrungen von Flucht und Vertreibung ebenso wichtig wie das Nachdenken über die politischen Prozesse in Deutschland und den Umgang der eigenen Disziplin mit diesen Prozessen, und zwar sowohl für die Emigranten selbst als auch für die Gesellschaft, aus der sie kamen. Helmuth Plessner etwa erhielt am Ort seines Exils – der Universität Groningen – die Möglichkeit und Aufgabe, seinem niederländischen Publikum im Rahmen eines Studium generale zu erklären, warum die Nationalsozialisten in Deutschland an die Macht hatten kommen können. Das Ergebnis war ein Buch, das 1959 in der Bundesrepublik unter dem Titel »Die verspätete Nation« wieder aufgelegt wurde, und das vielen Studenten der 1950er und 1960er Jahre eine Lektüreerfahrung gab, die sie nachhaltig prägte.7 Für Emigranten in Großbritannien und den USA könnte man ähnliche Beispiele nennen, etwa Adolph Lowe.8 Plessner brachte die Exilerfahrung später mit dem Diktum »Der Schmerz ist das Auge des Geistes« auf den Punkt – ein Diktum, das womöglich eine anthropologische Konstante bezeichnet und somit auch heute noch gilt.9

Drittens gibt es politische Argumente: Historische Forschungen zur Remigration haben gezeigt, dass exilierte Akademiker, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in den Westen Deutschlands zurückkehrten, entscheidende Beiträge zur politischen und intellektuellen Gründung der Bundesrepublik leisteten.10 Dabei implementierten die Remigranten vielfach die demokratischen Werte und Perspektiven, die sie in ihren Exilländern er- und gelebt hatten, und gaben diese Sicht- und Handlungsweisen an ihre Studenten weiter.11 Wenn einmal die Bürgerkriege im Nahen und Mittleren Osten sowie in Nordafrika beendet sein werden, wird es auch in vielen Ländern dieser Region einen Bedarf an Akademikern geben, die zum Wiederaufbau ihrer Gesellschaften beitragen. Wären nicht auch in diesem Fall Akademiker und Wissenschaftler, die in den letzten Jahren nach Europa geflohen sind, prädestiniert dazu, an einem solchen Wiederaufbau mitzuwirken und / oder Brücken zwischen Europa und ihren Herkunftsländern zu schlagen, wie die akademischen Exilanten dies vielfach nach 1945 geleistet haben?

Dialog der Kulturen

Ein weiteres politisches Argument kommt hinzu: Um langfristig Phänomene politischer Gewalt wie den Terrorismus zu bekämpfen, ist es notwendig, den clash of cultures (Samuel Huntington) einzuhegen und durch einen Dialog der Kulturen zu ersetzen. Denn nur wenn wir überzeugende intellektuelle und politische Antworten auf die Probleme finden, die der Entstehung politischer Gewalt zugrundeliegen, können wir hoffen, solcher Gewalt wirksam den Boden zu entziehen.12 Die Integration geflohener Akademiker aus dem Nahen und Mittleren Osten sowie aus Nordafrika stellt eine Möglichkeit dar, den Dialog zwischen den Kulturen zu intensivieren, das Verständnis für die politischen, ökonomischen und sozialen Problemlagen in der Region zu verbessern und gemeinsam Lösungsansätze zu entwickeln.

Die Exilforschung liefert jedoch nicht nur Argumente dafür, dass wissenschaftspolitische Maßnahmen zur Unterstützung geflohener Wissenschaftler und Akademiker sinnvoll sind, sondern sie liefert auch Anstöße dafür, wie solche Maßnahmen aussehen könnten. Das heißt, die Exilforschung kann helfen, konkrete wissenschaftspolitische Maßnahmen zu identifizieren, die sich in der Vergangenheit als besonders hilfreich und fruchtbar herausgestellt haben – und zwar sowohl für die Flüchtlinge als auch für die Aufnahme- und Herkunftsgesellschaften.

Dabei können insbesondere die USA ein Vorbild sein, denn die vermutlich besten und effektivsten Programme für akademische Emigranten hat es nach 1933 in den USA gegeben.13 Mit der Philipp Schwartz-Initiative hat die Alexander von Humboldt-Stiftung mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes einen ersten Schritt in diese Richtung unternommen. Doch wie auch Claus-Dieter Krohn betont, gab es in den USA nach 1933 über die Einzelförderungen hinaus wichtige Cluster für die Arbeit akademischer Emigranten, etwa die University in Exile sowie das Office of Strategic Services. Die Exilforschung hat auf die Synergieeffekte und die nachhaltige Bedeutung dieser Institutionen hingewiesen, und zwar nicht nur mit Blick auf die akademischen Flüchtlinge selbst, sondern auch und gerade in Hinblick auf ihre wissenschafts-/politische Bedeutung. Deshalb legt die Erfahrung mit diesen Institutionen nahe, in der gegenwärtigen Situation analoge Programme zu etablieren, wobei die Orientierung an historischen Vorbildern allerdings nicht davon abhalten sollte, auch über andere, neue Strukturen nachzudenken.

Selbstverständlich darf man die Augen vor schwierigen Herausforderungen nicht verschließen. Über persönliche Kontakte hinaus brauchen wir zunächst genauere Informationen über die Flüchtlinge, die nach Deutschland und Europa gekommen sind und voraussichtlich noch weiter kommen werden. Vielleicht können hier die statistischen Daten der Erstaufnahmeeinrichtungen oder des Wissenschaftszentrums, das eine erste Umfrage durchgeführt hat, weiterhelfen.

Gibt es unter diesen Flüchtlingen Personen, die das Format eines Theodor W. Adorno oder einer Hannah Arendt haben? Das muss sich erst zeigen. Dabei bleibt zu bedenken, was die Exilforschung immer wieder betont hat: dass die vielen Nobelpreisträger und herausragenden Intellektuellen, die Deutschland – wie es lange hieß – durch Emigration »verlorengegangen« seien, mehrheitlich eben noch keine Nobelpreisträger und herausragenden Intellektuellen waren, als sie in die USA oder andere Exilländer kamen, sondern erst im Gastland dazu wurden, weil sie hier Chancen erhielten, die sie in Deutschland auch in friedlicheren Zeiten mit großer Wahrscheinlichkeit so nicht erhalten hätten. Das gilt insbesondere für Akademikerinnen. Hannah Arendt ist dafür ein gutes Beispiel.

Zudem ist zu bedenken, dass die Flüchtlinge, die im vergangenen Jahr gekommen sind, nur einen Teil der Migrationsbewegungen darstellen, die bereits mit dem Ende der Grünen Revolution im Iran und des Arabischen Frühlings sowie der erneuten Destabilisierung Afghanistans und des Irak eingesetzt haben. Und schließlich bleibt zu bedenken, dass etwa die New Yorker University in Exile nicht nur denen eine Chance gab, die bereits in den USA angekommen waren, sondern gezielt Akademiker anwarb, die für ihr inhaltliches Konzept interessant zu sein versprachen. Bliebe man dem Modell treu, sollte man sich auch heute um Akademiker bemühen, die beispielsweise bereits an Institutionen im Westen untergekommen sind und Potenzial für die interessierenden Fragestellungen versprechen.

Aus der Geschichte für das Leben zu lernen, heißt nicht, in Analogien zu denken, sondern aufgrund von Erfahrungen aus der Vergangenheit für Chancen zu sensibilisieren sowie Optionen zu identifizieren. Notwendig sind dafür der Mut zu Experimenten und die Offenheit, zukunftsweisende Wege zu erkennen und auch wirklich auszuprobieren, denn, so Nietzsche über einen möglichen Nachteil der Historie für das Leben: »Es bleibt zu häufig bei einem Erkennen des Guten, ohne es zu thun, weil man auch das Bessere kennt, ohne es thun zu können.«14 Die Fülle historischen Wissens sollte uns jedoch nicht von zukunftsweisenden Experimenten abhalten, sondern ermutigen, neue Wege zu betreten.

 

 

1   Diese Initiative entstand während meiner Vertretung im Wintersemester 2014/15 an der LMU in München: So durfte ich die Frage nach den aktuellen Potenzialen der Exilforschung erstmals beim Mittagstisch mit Kärin Nickelsen diskutieren, wenig später mit Martin Schulze Wessel und auf der GSA 2015 mit Hartmut Lehmann. Sie ermutigten mich, die Ideen in einem Text zu formulieren, aus dem – nach Ergänzungen und Überarbeitungsvorschlägen von Claus-Dieter Krohn, Simone Lässig, Stefan Leder, Hartmut Lehmann und Martin Schulze Wessel – ein gemeinsames Memorandum hervorgegangen ist (siehe vorn). Allen Genannten sei sehr herzlich für ihre Aufnahme, Unterstützung und Weiterentwicklung der Idee gedankt.

2   Vgl. besonders die umfassenden und disziplinenübergreifenden Werke von Werner Röder und Herbert A. Strauss (Hg.), Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933. 3 Bände, München 1980ff. sowie Claus-Dieter Krohn et al. (Hg.), Handbuch der deutschsprachigen Emigration 1933 – 1945, Darmstadt 1998.

3   Friedrich Nietzsche, Vom Nutzen und Nachtheil der Historie für das Leben. Mit Anmerkungen und Nachwort hg. von Günter Figal, Stuttgart 2009, S. 19f. und S. 25.

4   Nietzsche, Vom Nutzen, S. 23.

5   Vgl. zu den USA nach wie vor Hartmut Lehmann und James J. Sheehan (Hg.), An Interrupted Past. German-Speaking Refugee Historians in the United States after 1933, Cambridge 1991, sowie die in den anderen Beiträgen dieses Heftes genannte Literatur. Für Großbritannien siehe nach wie vor Gerhard Hirschfeld, Die Emigration deutscher Wissenschaftler nach Großbritannien, 1933 – 1945, in: Gottfried Niedhart (Hg.), Großbritannien als Gast- und Exilland für Deutsche im 19. und 20. Jahrhundert, Bochum 1985, S. 117 – 140 und für die Türkei Verein Aktives Museum (Hg.), Haymatloz. Exil in der Türkei 1933 – 1945, Berlin 2000, sowie Kemal Bozay, Exil Türkei. Ein Forschungsbeitrag zur deutschsprachigen Emigration in der Türkei (1933 – 1945), Münster 2001.

6   Vgl. dazu insbesondere Mitchell G. Ash und Alfons Söllner (Hg.), Forced Migration and Scientific Change. Emigré German-Speaking Scientists and Scholars after 1933, Cambridge 1996.

7   Vgl. dazu Carola Dietze, Nachgeholtes Leben. Helmuth Plessner 1892 – 1985, Göttingen 2006, vor allem Kap. 3.3.

8   Vgl. Harald Hagemann, Deutschsprachige Wirtschaftswissenschaftler im britischen Exil, in: Charmian Brinson et al. (Hg.), Keine Klage über England? Deutsche und österreichische Exilerfahrungen in Großbritannien 1933 – 1945, München 1998, S. 241 – 262, S. 244ff.; sowie Claus-Dieter Krohn, Vertreibung und Akkulturation deutscher Wirtschaftswissenschaftler nach 1933 am Beispiel Adolph Lowes und der »University in Exile« an der New School for Social Research in New York, in: Marianne Hassler und Jürgen Wertheimer (Hg.), Der Exodus aus Nazideutschland und die Folgen. Jüdische Wissenschaftler im Exil, Tübingen 1997, S. 209 – 227.

9   Helmuth Plessner, Mit anderen Augen. Aus einer nicht erschienenen Festschrift für G. Misch, 1948, in: ders., Zwischen Philosophie und Gesellschaft, Bern 1953, S. 204 – 217, in: GS VIII, S. 88 – 104, S. 95.

10 Für die DDR, wo zunächst ebenfalls viele Remigranten in verantwortlichen Positionen aktiv waren, später aber zurückgedrängt wurden, vgl. insbesondere Karin Hartewig, Zurückgekehrt. Die Geschichte der jüdischen Kommunisten in der DDR, Köln 2000, sowie Mario Keßler, Exilerfahrung in Wissenschaft und Politik. Remigrierte Historiker in der frühen DDR, Köln 2001.

11 Vgl. für Plessner Dietze, Nachgeholtes Leben, Kap. 5 und für die Frankfurter Schule Clemens Albrecht et al. (Hg.), Die intellektuelle Gründung der Bundesrepublik. Eine Wirkungsgeschichte der Frankfurter Schule, Frankfurt a. M./New York 1999. Diesen Beispielen ließen sich viele weitere an die Seite stellen.

12 Dies ist ein Ergebnis meiner Studie »Die Erfindung des Terrorismus in Europa, Russland und den USA 1858 – 1866«, die im August 2016 in Hamburg erscheint.

13 Siehe dazu den Beitrag Claus-Dieter Krohns.

14 Nietzsche, Vom Nutzen, S. 35.

 

Porträt Carola Dietze
Carola Dietze

Carola Dietze promovierte 2005 an der Georg-August-Universität Göttingen. Für ihre Dissertationsschrift, die sich am Beispiel Helmuth Plessners mit der akademischen Emigration und Remigration nach 1933 befasst, erhielt sie 2006 den Hedwig-Hintze-Preis des VHD. 2013 habilitierte Carola Dietze sich an der Justus-Liebig-Universität Gießen. 2014/2015 vertrat sie den Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Dietze ist seit 2015 Heisenberg-Stipendiatin der Deutschen Forschungsgemeinschaft und leitet im SFB Transregio 138: »Dynamiken der Sicherheit« das Teilprojekt »Die Sicherheit des Staates und die Sicherheit vor dem Staat in Europa, Russland und den USA im 19. Jahrhundert«.