Willkommen auf unserem Blog!

Liebe Mitglieder, liebe Leserinnen und Leser! Wir freuen uns, dass Sie den Weg auf unseren neuen Blog gefunden haben. Ab sofort finden Sie hier Texte zu Themen, die den Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands und das Fach Geschichtswissenschaft bewegen. Mithilfe der Kommentar-Funktion am Ende eines jeden Beitrags können Sie Ihre persönliche Meinung zu den …

»Wissen auf der Flucht«: neue Fragen und Perspektiven zur akademischen Fluchthilfe nach 1933

Der Wirtschaftswissenschaftler Alvin Johnson etalbierte 1933 innerhalb der New School for Social Research in New York die University in Exile.

Simone Lässig Aktuelle Fluchtbewegungen und ihre medialen Repräsentationen vermitteln vielen Zeitgenossen den Eindruck, in einer außergewöhnlichen Zeit zu leben. Historiker werden diese Wahrnehmung einerseits als korrekt einstufen, denn die Singularität historischen Geschehens ist unbestritten. Alle Versuche, unmittelbar über Geschichte politische Handlungsfähigkeit herzustellen, dürften als gescheitert gelten. Andererseits sind Menschen, die aus ihren Herkunftsländern fliehen und …

Wissen auf der Flucht. Ein Memorandum

Carola Dietze (Universität Gießen), Claus-Dieter Krohn (Universität Lüneburg), Simone Lässig (German Historical Institute Washington), Stefan Leder (Orient-Institut Beirut), Hartmut Lehmann (Universität Kiel), Martin Schulze Wessel (Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands, LMU München) Im Herbst 2015 formulierte Carola Dietze ein Memorandum zu den aktuellen Potenzialen der Exilforschung, das von den Unterzeichnern ergänzt, überarbeitet und (am …

Editorial VHD Journal 2016

Martin schulze wessel LIEBE MITGLIEDER DES VERBANDES, aus der Vergangenheit sind selten einfache Schlüsse für die Gegenwart zu ziehen. Gleichwohl bietet die Geschichte einen Erfahrungsraum für die Debatte über aktuelle politische Fragen. Darum ging es in einer Tagung, die der Historikerverband am 17. Dezember 2015 in Kooperation mit der Max Weber Stiftung, dem Deutschen Historischen …

Vom Nutzen und Nachteil der Exilforschung für das Leben

Helmuth Plessner an seinen "Exilschreibtisch" in Groningen

Carola Dietze Kann die historische Exilforschung einen Beitrag zur gegenwärtigen »Flüchtlingskrise« leisten? Es war diese Frage, die zu dem Symposium »Wissen auf der Flucht« Anlass gab.1 Die Grundidee ist einfach: Die historische Forschung hat umfangreiches Wissen zur Geschichte der akademischen Emigration und Remigration nach 1933 hervorgebracht. So verfügen wir über detaillierte Kenntnisse bezüglich der Erfahrungen …

Fluchthilfe für Wissenschaftler? Zwangsmigration und die Internationalisierung akademischer Arbeitsmärkte

London School of Economics, Old Building, Beveridge von der LSE half geflohenen Wissenschaftlern in der Zwangsmigration

Isabella Löhr Im Juni 1934 edierte das Comité international pour le placement des intellectuels refugiés mit Unterstützung des Großherzogtums Luxemburg eine Briefmarkenedition. Die Sonderausgabe bildete Berufsgruppen ab, die das Comité als intellectual workers bezeichnete: ein Professor beim Dozieren, ein Journalist, ein Bildhauer bei der Arbeit, zwei Ingenieure in der Diskussion eines Plans inmitten einer unwirtlich …

Amerikanische Einreisepolitik und die vertriebenen Wissenschaftler aus Deutschland nach 1933

New York Times-Artikel zur Einrichtung der University in Exile 1993 in New York. Einreisepolitik in die USA nach 1933

Claus-Dieter Krohn Vor dem Hintergrund der aktuellen Flüchtlingsbewegung nach Deutschland konzentrieren sich nachfolgende Ausführungen auf die Aufnahmebedingungen von Vertriebenen aus dem NS-Staat in den USA. Die USA waren das klassische Einwandererland und nahmen trotz rigider Einreisebestimmungen den größten Teil der Flüchtlinge aus Deutschland auf – etwa ein Viertel der rund 500.000 Personen. Von den rund …

Akademische Fluchthilfe aus Deutschland: neue Perspektiven

Gründerinnen der IFUW (International Federation of University Women)und Teilnehmerinnen an deren 2. internationalen Versammlung; Fluchthilfe für Akademikerinnen

Christine von Oertzen Die akademische Zwangsemigration nach 1933 wird überwiegend als Geschichte der Emigration männlicher Wissenschaftler und männlicher Netzwerke der Exzellenz erzählt. Frauen hingegen gerieten lange hauptsächlich als Ehefrauen gesuchter Spitzenforscher in den Blick, als diejenigen, welche die praktischen Herausforderungen von Flucht und Neuanfang zu meistern hatten. Als Forschende und Lehrende hingegen galten weibliche Akademiker …

Förderprogramm für verfolgte Wissenschaftler: die Philipp Schwartz-Initiative

Die Alexander von Humboldt-Stiftung in Bonn vom Garten aus gesehen

Ein Interview mit Barbara Sheldon, Alexander von Humboldt-Stiftung Frau Sheldon, die Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH) hat die Philipp Schwartz-Initiative zur Unterstützung verfolgter Wissenschaftler gestartet. Was waren die Motive der Stiftung, eine solche Initiative einzurichten? Die aktuelle Flüchtlingssituation verdeckt den Blick darauf, dass politische Verfolgung weltweit in vielen Ländern ein Problem und meist kein Massenphänomen ist. …

Sichtweisen auf akademische Flüchtlingshilfe im Libanon

Orient-Institut Beirut, Bebilderung zu einem Artikel zu akademischer Flüchtlingshilfe im Libanon

Ein Interview mit Stefan Leder, Direktor des Orient-Instituts Beirut Herr Leder, Sie sind seit 2007 Direktor des Orient-Instituts Beirut (OIB). Wie erleben Sie in Beirut den Bürgerkrieg in Syrien und die Fluchtbewegung in den Libanon? Die konfessionelle Polarisierung und Militarisierung der Konfrontation zwischen Zivilgesellschaft und Staatsmacht wurde seit 2012 von externen Akteuren in der Region …

Syrian Academics in Germany and Syria: Problems and Challenges

Universität Damaskus

Ammar Abdulrahman After five years of fighting, there is still not much hope that the crisis in Syria will end soon. It does not only affect the economy, Syria’s social life and the country’s education, but also creates an omnipresent sense of danger and insecurity that influences all aspects of life. Nevertheless, some areas and …